Reiseinformationen Mongolei

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Einige Fakten zu Mongolei

Schnellinfo

  • Hauptstadt: Ulaanbaatar
  • Fläche: ca. 1,56 Mio. km²
  • Einwohnerzahl: ca. 3,5 Millionen
  • Amtssprache: Mongolisch
  • Währung: Tögrög (MNT)
  • Zeitzone: UTC +8
  • Beste Reisezeit: Mai bis September; besonders angenehm im Sommer für Rundreisen und Naturerlebnisse
  • Highlights: Gobi-Wüste, Karakorum & Erdene-Zuu-Kloster, Terelj-Nationalpark, Reiternomaden, Naadam-Festival, endlose Steppenlandschaften und Wildpferde im Hustai-Nationalpark

Allgemeine Informationen zu der Mongolei

Die Mongolei liegt zwischen Russland und China, zählt zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt und ist mit einer Fläche von 1.565.000 Quadratkilometern der zweitgrößte Binnenstaat. Die Mongolei hat nur etwa 3,4 Millionen Einwohner, von denen die Hälfte in der Hauptstadt Ulaanbaatar lebt. Das Land ist bekannt für seine weiten Steppen, Nomadenkultur und beeindruckenden Naturlandschaften. Traditionen, Pferdekultur und das Erbe von Dschingis Khan prägen die mongolische Identität bis heute.

Natur und Landschaft

Etwa die Hälfte des Landes besteht aus Steppen und Wiesen, während ein Drittel Hochgebirgsland ist, mit dem höchsten Punkt am Chüiten-Gipfel mit 4.374 Metern. Die Mongolei bietet abwechslungsreiche Landschaften und unberührte Natur:

  • endlose Grassteppen und Hochebenen, mit einigen Wäldern im Norden und Westen
  • die Gobi-Wüste mit Dünen und Felslandschaften im Süden, wo extreme Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht herrschen können.
  • Gebirgsregionen im Altai
  • klare Seen und Flusstäler im Norden, wobei viele der Seen bereits ausgetrocknet sind.
  • Nationalparks mit Wildpferden und Nomadensiedlungen

Flora und Fauna

Die Wüste Gobi beherbergt an extreme Bedingungen gewöhnte Tiere, wie der stark bedrohte Gobibär und der Asiatische Esel. Auch die restliche Tier- und Pflanzenwelt der Mongolei ist an das raue Klima angepasst:

  • Tierwelt: Przewalski-Wildpferde, Yaks, Schneeleoparden, Adler, Kamele und Wölfe, Bären, Rentiere, Wölfe, Wildschweine, Schneehasen, Schneeleoparden und über 400 Vogelarten, darunter Adler, Falken und Kraniche
  • Pflanzenwelt: Steppengräser, Gebirgspflanzen, Lärchenwälder und Wüstenvegetation

Wirtschaft

Die mongolische Wirtschaft wird vor allem durch den Bergbau geprägt. Das Land verfügt über große Vorkommen an Mineralien und anderen Rohstoffen. Weitere wichtige Wirtschaftssektoren:

  • Landwirtschaft: Die traditionelle Viehzucht spielt eine zentrale Rolle. Viele Nomaden leben von Schafen, Ziegen, Pferden, Yaks und Kamelen.
  • Bergbau & Rohstoffe: Der Abbau von Kupfer, Kohle und Gold zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. Vor allem die Rohstoffexporte nach China sind für die mongolische Wirtschaft von großer Bedeutung.
  • Tourismus: Besonders beliebt sind Naturreisen, Nomadencamps, Reittouren, die Gobi-Wüste sowie traditionelle Festivals wie Naadam.

Geschichte

Wann begann die Geschichte der Mongolei?

Die Geschichte der Mongolei begann vor über 2.000 Jahren mit dem Reich der Xiongnu, das um 209 v. Chr. entstand. Die Xiongnu waren ein mächtiges Reitervolk, das große Teile der mongolischen Steppe beherrschte. Nach ihrem Niedergang folgten weitere Nomadenreiche, darunter türkische und uigurische Völker. Über Jahrhunderte lebten viele Stämme in der Region und kämpften um Macht und Einfluss. Im Jahr 1206 vereinte Dschingis Khan die mongolischen Stämme und gründete das Mongolische Reich. Damit begann die bekannteste Epoche der mongolischen Geschichte.

Welche Bedeutung hatte Dschingis Khan für die Mongolei?

Dschingis Khan gründete im Jahr 1206 das Mongolische Reich, das zeitweise als größtes zusammenhängendes Reich der Welt galt. Unter seiner Führung wurden große Teile Asiens und Europas erobert. Bis heute gilt er als wichtigste historische Persönlichkeit des Landes.

Wann wurde die Mongolei unabhängig?

Das Reich zerfiel im 16. Jahrhundert, und die Mongolei fiel unter chinesischen Einfluss, bis sie 1911 mit russischer Hilfe ihre Unabhängigkeit erklärte. Ab 1924 war die Mongolei ein Satellitenstadt der Sowjetunion und völlig von dieser abhängig. 1990 fanden freie Wahlen statt, gefolgt von der Einführung einer rechtsstaatlichen Verfassung 1992.

Wie prägt die Geschichte die Kultur der Mongolei bis heute?

Die Geschichte der Mongolei ist eng mit dem Mongolenreich und dem Erbe von Dschingis Khan verbunden. Gleichzeitig haben die jahrhundertelange Nomadenkultur und der Buddhismus das Land nachhaltig geprägt.

Besonders sichtbar wird dies in:

  • den Traditionen der nomadischen Lebensweise, Familien die mit ihren Tieren durch die Steppe ziehen und in die traditionellen Jurten-Siedlungen einkehren
  • historischen Stätten wie Karakorum (die erste Hauptstadt des Mongolischen Reiches und wurde im 13. Jahrhundert gegründet) und dem Orchon-Tal (eine geschichtsträchtige Region in der Zentralmongolei, in der viele frühere Reiche ihre Zentren hatten)
  • buddhistischen Klöstern wie dem Erdene-Dsuu-Kloster und dem Gandan-Kloster
  • nationalen Festen wie Naadam, die auf alte Reiter- und Kriegertraditionen zurückgehen
  • dem bis heute großen Stellenwert von Pferden, Familie und Gastfreundschaft

Religion & Spiritualität

Die religiöse Kultur der Mongolei verbindet tibetischen Buddhismus mit jahrhundertealten schamanistischen Traditionen. Viele Nomaden glauben bis heute an die besondere Kraft von Bergen, Flüssen und Naturgeistern. Klöster und heilige Landschaften spielen eine wichtige Rolle im spirituellen Leben.

Wichtige Feste: 

  • Naadam Festival: das wichtigste Fest der Mongolei und feiert traditionelle Wettkämpfe im Ringen, Bogenschießen und Pferderennen
  • Tsagaan Sar: das mongolische Neujahrsfest, bei dem Familien zusammenkommen und das neue Jahr begrüßen
  • Buddha Day: erinnert an die Geburt, Erleuchtung und das Wirken Buddhas und wird mit Gebeten und religiösen Zeremonien gefeiert.
  • Owoo-Zeremonien: traditionelle Rituale, bei denen Menschen heilige Steinhügel umrunden und Opfergaben für Schutz und Glück darbringen.

Dem lamaistischen Buddhismus gehören die meisten Bewohner der Mongolei an. Eine Minderheit dem Islam (vor allem Kasachen) und dem Christentum.

Einreise und Visum

  • Visum: Für Staatsangehörige aus Deutschland ist bei touristischen Kurzaufenthalten häufig kein Visum erforderlich; Regelungen können sich ändern.
  • Für Österreich und die Schweiz gelten je nach Aufenthaltsdauer unterschiedliche Bestimmungen.
  • Reisepass: muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
  • Die aktuellen Einreisebestimmungen sollten vor Reisebeginn geprüft werden.

Aktuelle Informationen erhalten Sie bei den zuständigen mongolischen Botschaften oder unter Mongolei: Reise- und Sicherheitshinweise - Auswärtiges Amt.

Stand 2026

Gesundheit

  • Impfungen: Empfohlen werden Standardimpfungen sowie Hepatitis A; bei längeren Aufenthalten zusätzlich Hepatitis B und Tollwut.
  • Risiken: In ländlichen Regionen kann die medizinische Versorgung eingeschränkt sein. Sonnenschutz und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind wichtig.
  • Eine Auslandskrankenversicherung wird empfohlen.
  • Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.
  • Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine medizinische Beratung. Bitte ärztlichen Rat einholen.

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt, dem Tropeninstitut über das Reiseziel: Mongolei, auf der Webseite des Robert-Koch-Institutes (RKI) oder Sie können die folgende Auflistung des RKI checken: Dokument für meldepflichtige Infektionskrankheiten des RKI.

Stand 2026

Sicherheit

Die Mongolei ist eines der sichersten Reiseländer. Trotzdem sollte man als Reisender auf ein paar Dinge achten:

  • In den größeren Städten, insbesondere Ulaanbaatar, sollte man dennoch nicht nachts unterwegs sein und sich vor Taschendiebstahl absichern.
  • Wenn man nicht in einer Gruppe oder einem Guide unterwegs ist, kann die Weitläufigkeit und Menschenleere des Landes zum Problem werden, wenn man die Orientierung verliert oder schnell Hilfe braucht.
  • Respektieren Sie lokale Traditionen und religiöse Stätten.

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie unter Mongolei: Reise- und Sicherheitshinweise - Auswärtiges Amt.

Stand 2026

Geld & Zahlungsart

  • Währung: Mongolischer Tögrög (MNT)
  • Bargeld: In ländlichen Regionen wichtig, da Kartenzahlung nicht überall möglich ist, Bargeld tauscht man am besten direkt nach der Ankunft bei offiziellen Banken und Wechselstuben um. Dabei sollte man darauf achten, dass die Geldscheine sauber und nicht beschädigt sind, da es sonst passieren kann, dass das Geld nicht angenommen wird oder der Kurs sinkt
  • Geldautomaten: Vor allem in Ulaanbaatar, Erdenet oder Darchan, dort kann man problemlos mit seiner Mastercard oder Visa Kreditkarte Geld abheben
  • Kartenzahlung: In Hotels und Restaurants größerer Städte meist möglich
  • Wichtig: Kleine Geldscheine für Märkte und kleinere Geschäfte sinnvoll (guter Zustand)

Transport im Land

  • Inlandsflüge: Wichtig für weite Strecken innerhalb des Landes
  • Geländewagen: Häufigstes Verkehrsmittel bei Rundreisen durch die Steppe
  • Züge: Die Transmongolische Eisenbahn verbindet Russland, Mongolei und China
  • Busse: Verbindungen zwischen größeren Städten vorhanden
  • Pferde: Besonders in ländlichen Regionen können Reisende bei Trekkingtouren und Aufenthalten bei Nomaden die mongolische Steppe traditionell zu Pferd erkunden

Handy & Internet

  • Mobilfunk und Internet sind in Städten gut ausgebaut
  • In abgelegenen Regionen teilweise eingeschränkter Empfang
  • WLAN ist in Hotels und Cafés oft verfügbar

Strom & Adapter

  • Spannung: 230 V
  • Steckdosen: Typ C und E, Adapter ist nur dann vonnöten, wenn es für den Stecker Typ F (Schuko) kein extra Loch für den mittleren Kontaktstift gibt
  • Ein Universaladapter wird empfohlen

Diplomatische Vertretung

Mongolische Vertretungen im deutschsprachigen Raum

Deutschland

Botschaft der Mongolei in Berlin

Österreich

Botschaft der Mongolei in Wien

Schweiz

Die Mongolei besitzt derzeit keine eigene Botschaft in der Schweiz. Zuständig ist die Botschaft in Wien.

Deutschsprachige Vertretungen in der Mongolei

Deutschland

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Ulaanbaatar

Österreich

Österreichisches Honorarkonsulat in Ulaanbaatar

Schweiz

Honorarkonsulat der Schweiz in Ulaanbaatar

Die konsularische Unterstützung für Österreich und Schweiz, wird teilweise über Honorarkonsulate bzw. regionale Botschaften organisiert.

Auswärtiges Amt

In Deutschland: Auswärtiges Amt Deutschland

In Österreich: Österreichisches Außenministerium (BMEIA)

In der Schweiz: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)

Stand 2026

Häufige Fragen zur Mongolei

Was sollte man als Tourist in der Mongolei beachten?

Das Wetter in der Mongolei kann sich sehr schnell ändern. Selbst im Sommer sind die Nächte oft kühl, besonders in der Steppe, den Bergen und der Wüste Gobi. Diese Sachen gehören definitiv in euer Gepäck:

  • Sonnenschutz
  • warme Kleidung
  • wetterfeste Ausrüstung

Was ist das Naadam-Festival in der Mongolei?

Naadam ist das wichtigste Nationalfest der Mongolei und findet jedes Jahr im Juli statt. Im Mittelpunkt stehen die „Drei Männerspiele“: 

  • Ringen
  • Bogenschießen
  • Pferderennen

Das Fest bietet einen faszinierenden Einblick in die Traditionen und die Geschichte des Landes.

Warum leben viele Mongolen noch heute in Jurten (Gers)?

Die traditionelle Jurte (Ger) ist ideal für das nomadische Leben geeignet. Sie kann innerhalb weniger Stunden auf- und abgebaut werden und bietet Schutz vor Wind, Kälte und Hitze. Auch heute leben viele Familien zumindest zeitweise in diesen mobilen Behausungen und ziehen mit ihren Pferden, Familien und dem gesamten Gepäck durch die Steppe.

Was ist typisch für mongolisches Essen?

Die mongolische Küche besteht vorwiegend aus Gerichten mit Milch und Fleisch, vor allem Schaffleisch. Ackerbau ist in der Mongolei in den meisten Teilen nicht möglich.

In den Lokalen und Restaurants werden oft sogenannte „Buuds“ angeboten. Dabei handelt es sich um Teigtaschen, gefüllt mit gewürztem Schaf-, Yak- oder Rindfleisch. Ebenfalls auf den Tisch kommen viele Milchprodukte, auch in Form von Käse, Kefir, Quark oder dem Nationalgetränk Airag (vergorene Stutenmilch).

Zu trinken gibt es oftmals Tee, sehr beliebt ist der salzige „Süütei Tsai“. Auch wird gerne landeseigener Wodkawie “Dschngis“ und “Bolor“ oder der MilchschnapsShamiin Arkhi“ getrunken.

Besonders bekannt sind: 

  • Khorkhog: traditionelles Fleischgericht, das zusammen mit heißen Steinen in einem verschlossenen Behälter gegart wird.
  • Tsuivan: gebratene Nudeln mit Fleisch und Gemüse, eines der beliebtesten Alltagsgerichte.
  • Aaruul: getrockneter Quark in verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen, ein typischer Snack der Nomaden und oft leicht süßlich.
  • Boortsog: frittierte Teigstücke, die an kleine Krapfen erinnern und häufig zu Tee oder Festen serviert werden.

Warum sind Pferde in der Mongolei so wichtig?

Przewalski-Pferde sind seit Jahrhunderten ein zentraler Bestandteil der mongolischen Kultur. Sie dienen den Nomaden als Transportmittel und waren auch für die Erfolge des Mongolenreiches von großer Bedeutung. Viele Kinder lernen bereits im frühen Alter reiten und wachsen eng mit Pferden auf.

Warum gilt die Mongolei als das Land des ewigen blauen Himmels?

Die Mongolei wird oft als „Land des ewigen blauen Himmels“ bezeichnet, da sie durchschnittlich mehr als 250 Sonnentage pro Jahr verzeichnet. Besonders in den weiten Steppen und Wüstenregionen prägen wolkenlose Himmel und klare Sicht das Landschaftsbild. Der Himmel besitzt in der mongolischen Kultur zudem eine besondere Bedeutung und gilt seit Jahrhunderten als Symbol für Freiheit, Weite und die enge Verbindung der Nomaden zur Natur.

Welche Orte sind sehenswert in der Mongolei?

Erdene Dsuu Kloster

Dieses gewaltige Klostergelände erstreckt sich auf 400 mal 400 Metern und liegt nahe der Stadt Charchorin. Das Erdene Dsuu Kloster gilt als eines der ältesten buddhistischen Klöster der Mongolei. Die weitläufige Anlage ist von einer markanten Mauer mit zahlreichen Stupas umgeben. Besonders sehenswert ist der Goldene Stupa, einer der höchsten Statuen des Landes.

Orchon-Tal

Benannt wurde das Tal nach dem gleichnamigenFluss, welcher sich durch das Talgebiet schlängelt und mit seinen 1.124 Kilometern der längste Fluss in der Mongolei ist. Das Orchon-Tal zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als Wiege der mongolischen Nomadenkultur. Entlang des Orchon-Flusses leben noch heute viele Hirtenfamilien nach traditionellen Lebensweisen. Auch befinden sich viele archäologische Stätten und weiten Steppenlandschaften in dieser Gegend.

Gorchi-Tereldsch-Nationalpark

Dieser Park liegt etwa eine Stunde von Ulaanbaatar entfernt und wurde Anfang der 90er gegründet. Tereldsch ist der Name einer Pflanze, welche in dieser Gegend sehr häufig vorkommt und im Frühling blüht. Der Park ist für seine Felsformationen bekannt, z.B. die “Schildkröte”. Es gibt viele Möglichkeiten zum Wandern, Reiten, Klettern und Birding. Außerdem kann man den Meditationstempel Ariyabal und lokale Nomadenfamilien besuchen.

Ulaanbaatar

In der Hauptstadt gibt es viele buddhistische Tempel und Klöster. Eines der bekanntesten ist das Gandan-Kloster, welches gleichzeitig zentrales Heiligtum der Mongolei ist. Berühmt ist das Kloster aber vor allem durch die etwa 25 Meter hohe goldene Statue der Göttin „Janraisig“, welche in einem der Gebäude steht. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind der „Chinggis Khaan Platz“ im Zentrum der Stadt, sowie die Dsaisan-Gedenkstätte im Süden oder der beeindruckende Winterpalast des Bogd Khan ebenfalls im südlichen Teil Ulaanbaatars. Auch lohnt es sich, mindestens eines der vielen Museen zu besuchen.

👉 Mehr über die Mongolei erfahren unter: Tipps für eine Reise in die Mongolei

Wüste Gobi

Obwohl die Gobi eine Wüste ist, hat sie viel mehr zu bieten, als nur Sand und Dünen. Man findet dort Berge sowie seltene Bäume, Blumen, Vögel bedeutende Dinosaurierfunde. Die wichtigsten Städte in der Wüste sind problemlos über asphaltierte Straßen oder mit dem Flugzeug zu erreichen. Natürlich sollte die Wüste nicht ohne einen offiziellen Fremdenführer erkundet werden, da man sich in dieser Gegend schwer orientieren kann. Auch sollte ein routinierter Fahrer am Steuer sitzen, da die Luftspiegelungen durch die Hitze oft irritierend wirken können.

Hustai-Nationalpark

Eines der wichtigsten Naturschutzgebiete der Mongolei ist wohl der Hustai-Nationalpark. Berühmt ist er vor allem für das Przewalski-Pferd, das letzte echte Wildpferd der Welt, das hier erfolgreich wieder angesiedelt wurde. Neben den Wildpferden lassen sich auch Hirsche, Murmeltiere und zahlreiche Vogelarten beobachten.

Charchorin (Karakorum)

Charchorin, das frühere Karakorum, war einst die Hauptstadt des Mongolenreiches unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern. Heute erinnern historische Stätten und Ausgrabungen an die bedeutende Vergangenheit der Stadt. Besonders bekannt ist Charchorin als Ausgangspunkt für den Besuch des Erdene-Dsuu-Klosters und des UNESCO-geschützten Orchon-Tals.

Wetter und Klima in der Mongolei

  • Die Mongolei gehört zu den Ländern mit den extremsten Temperaturschwankungen der Erde: Im Winter klirrend kalt, im Sommer überraschend warm – und das bei über 260 Sonnentagen im Jahr!
  • Das Land hat ein kontinentales Klima mit heißen Sommern, sehr kalten Wintern und nur wenig Niederschlag.
  • Die beste Reisezeit für die Mongolei ist von Juni bis September. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm warm, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite – und die Straßen sind gut befahrbar, was Reisen durchs Land deutlich erleichtert.

    🌸 Frühling (März bis Mai)

  • Übergangsjahreszeit mit steigenden Temperaturen, aber häufig noch sehr windig
  • Im März und April noch frostig, im Mai angenehme 15–20 °C tagsüber
  • Die Natur erwacht, Tiere kehren zurück in die Steppe – ideal für Naturbeobachtungen
  • Durch die Schneeschmelze sind viele Wege im Frühjahr schwer passierbar – Reisende sollten auf matschige Straßen vorbereitet sein

    ☀️ Sommer (Juni bis August)

  • Warme Tage (20–30 °C) und kühle Nächte – perfektes Reisewetter
  • Beste Zeit für Rundreisen, Wanderungen, Reitausflüge und Nomadenbesuche
  • Der Juli ist der beliebteste Reisemonat wegen des Naadam-Festes
  • Im Westen und Norden grün und blumenreich, im Süden trockener und heißer (z. B. Gobi-Wüste)

    🍁 Herbst (September bis Oktober)

  • Klare Sicht, farbenprächtige Steppenlandschaft
  • Angenehme Temperaturen im September, danach rapide abnehmend
  • Weniger Touristen – ideal für ruhige Reisen in die Natur
  • Beginn der traditionellen Schlachtzeit bei den Nomaden – kulturell besonders interessant

    ❄️ Winter (November bis Februar)

  • Sehr kalt mit Temperaturen bis zu -30 °C, aber oft sonnig und trocken
  • Besonders für Abenteuerlustige reizvoll: Wintertrekking, Hundeschlittentouren
  • Nur für erfahrene Reisende und gut organisierte Touren geeignet
  • Beste Zeit für intensive Einblicke in das Nomadenleben im Winterlager

Beste Reisezeit

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Ulaanbaatar     sonnesonnesonnesonne   
Altai     sonnesonnesonnesonne   
Tschoibalsan     sonnesonnesonnesonne   

Durchschnittliche Tagestemperatur

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Ulaanbaatar-14°C-11°C-3°C7°C15°C20°C22°C20°C15°C6°C-6°C-14°C
Altai-10°C-9°C-3°C6°C14°C19°C20°C18°C13°C5°C-4°C-8°C
Tschoibalsan-14°C-11°C-1°C11°C19°C25°C27°C24°C18°C9°C-3°C-12°C

Durchschnittliche Sonnenstunden/Tag

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Ulaanbaatar6799109888765
Altai778910101099876
Tschoibalsan689910101099876
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