Reiseinformationen Myanmar

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Einige Fakten zu Myanmar

Schnellinfo

  • Hauptstadt: Naypyidaw
  • Fläche: ca. 676.600 km²
  • Einwohnerzahl: ca. 55 Millionen
  • Amtssprache: Birmanisch (Myanmar-Sprache)
  • Währung: Kyat (MMK)
  • Zeitzone: UTC +6:30 (im Winter 5,5 Stunden, im Sommer 4,5 Stunden vor Deutschland)
  • Beste Reisezeit: November bis Februar (trocken und angenehm warm)
  • Highlights: Bagan (UNESCO), Inle-See, Shwedagon-Pagode in Yangon, Mandalay, Goldener Felsen (Kyaiktiyo), Mrauk U, Ngapali Beach

Allgemeine Informationen zu Myanmar

Myanmar liegt in Südostasien und grenzt im Norden und Osten an China, Laos und Thailand. Im Süden liegt der Indische Ozean, während Bangladesch und Indien im Westen angrenzen. Das Land ist bekannt für seine buddhistische Kultur, tausende Tempel, beeindruckende Landschaften und eine lange Geschichte. Besonders berühmt sind die Tempelstadt Bagan und die goldenen Pagoden des Landes.

Natur und Landschaft

Myanmar ist geographisch extrem vielfältig:

  • Gebirgsregionen, mit dem Kachin-Bergland im Norden, das Shan-Hochland im Osten, und das Arakan-Joma-Gebirge im Südwesten nahe dem Himalaya
  • Der Hkakabo Razi (5.881 Metern) ist der höchste Berg in Südostasien
  • Fruchtbare Ebenen entlang der Flüsse: Irrawaddy und Saluen
  • Tropische Küsten am Golf von Bengalen und der Andamanensee
  • Dichte Regenwälder und Nationalparks
  • Der malerische Inle-See im Shan-Hochland
  • etwa 800 Inseln vor der Südküste

Flora und Fauna

Myanmar beherbergt tropische Regenwälder, in denen eine Vielzahl von Nutzpflanzen wie Kautschuk und Kokospalmen gedeihen. Wie andere Länder in Südostasien auch besitzt Myanmar eine reiche Artenvielfalt: 

  • Tierwelt: Asiatische Elefanten, Tiger und Leoparden, Gibbons, Nashörner, Krokodile, Schlangen und Makaken, Irrawaddy-Delfine und Zahlreiche Vogelarten
  • Pflanzenwelt: Tropische Regenwälder, Teakholz-Wälder, Mangrovengebiete, Orchideen und Bambusarten

Wirtschaft

Die Wirtschaft Myanmars ist vor allem von Landwirtschaft, in der 70% der Bevölkerung arbeiten, geprägt. Die wichtigsten Wirtschaftssektoren: 

  • Landwirtschaft: weiterhin der wichtigste Wirtschaftszweig. Angebaut werden: Reis, Bohnen, Mais, Sesam und Zuckerrohr.
  • Rohstoffe & Bergbau: Myanmar verfügt über bedeutende Vorkommen von Jade, Rubinen, Erdgas und anderen Rohstoffen. Besonders die Jade aus Myanmar genießt weltweit einen hohen Ruf, dazu sind Erdgas, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Produkte die wichtigsten Exportgüter.
  • Tourismus: Der Tourismus war lange ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Besonders beliebt sind Bagan, der Inle-See, Mandalay und die Pagoden von Yangon. Aufgrund der politischen Situation ist der Tourismus jedoch deutlich zurückgegangen.

Schmuggel über die Grenzen zu Thailand, China, Indien und Bangladesch spielt eine große Rolle.

Geschichte

Welche Bedeutung hatte das Königreich Bagan?

Das Königreich Bagan war zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert das erste große birmanische Reich und gilt als Wiege der heutigen myanmarischen Kultur. In dieser Zeit verbreitete sich der Theravada-Buddhismus im Land, und in der Ebene von Bagan entstanden tausende Tempel, Pagoden und Klöster, die bis heute zu den eindrucksvollsten historischen Stätten Südostasiens zählen.

Welche Rolle spielte die britische Kolonialzeit in Myanmar?

Myanmar wurde im 19. Jahrhundert nach mehreren Kriegen schrittweise vom Britischen Empire erobert und als Britisch-Burma verwaltet, zeitweise als Teil Britisch-Indiens. Die Kolonialzeit veränderte das Land tiefgreifend: Die Briten bauten Straßen, Häfen und den Export von Reis, Teakholz und Rohstoffen aus, schwächten aber gleichzeitig die traditionelle Königs- und Gesellschaftsordnung. Auch ethnische Spannungen wurden in dieser Zeit verstärkt, da verschiedene Bevölkerungsgruppen unterschiedlich behandelt und in Verwaltung oder Militär eingebunden wurden.

Wann wurde Myanmar unabhängig?

Myanmar erlangte am 4. Januar 1948 die Unabhängigkeit von Großbritannien. Die junge Republik war jedoch von Anfang an politisch instabil und wurde in den folgenden Jahrzehnten immer wieder von Militärherrschaften und inneren Konflikten geprägt.

Warum war Myanmar so lange von Militärregierungen geprägt?

Nach der Unabhängigkeit verschärften sich politische Spannungen und Konflikte mit ethnischen Minderheiten, sodass das Militär zunehmend an Einfluss gewann. 1962 übernahm es endgültig die Macht und prägte das Land über Jahrzehnte durch Abschottung, autoritäre Herrschaft und wirtschaftliche Fehlentwicklungen, mit kurzen Phasen politischer Öffnung, bevor es 2021 erneut putschte.

Wie hat sich Myanmar in der jüngeren Geschichte verändert?

1989 wurde der offizielle Landesname von Burma in Myanmar geändert, 2005 verlegte die Militärführung die Hauptstadt von Yangon nach Naypyidaw. Nach einer vorsichtigen politischen Öffnung übernahm 2016 die Partei von Aung San Suu Kyi die Regierung, doch der Militärputsch von 2021 beendete diesen Demokratisierungsprozess abrupt. Seitdem befindet sich das Land erneut in einer schweren politischen Krise und in einem andauernden Bürgerkrieg.

Wie zeigt sich die kulturelle Vielfalt Myanmars bis heute?

Myanmar ist bis heute ein Land mit einer außergewöhnlich vielfältigen Kultur. Diese Vielfalt zeigt sich nicht nur in Religion und Architektur, sondern auch im Alltag, in Kleidung, Sprache, Musik und regionalen Festen.

Besonders sichtbar wird diese Vielfalt in:

  • goldenen Pagoden, Klöstern und religiösen Zeremonien, die das Stadt- und Dorfbild prägen
  • traditionellen Longyis, die von vielen Menschen im Alltag getragen werden
  • regional unterschiedlichen Volksgruppen und Sprachen, etwa der Shan, Karen, Chin oder Mon
  • kunstvoller Tempelarchitektur und alten Königsstädten wie Bagan, Mandalay oder Inwa
  • Handwerkskunst, etwa Lackarbeiten, Holzschnitzereien, Weberei und traditionelle Marionettenkunst
  • starken regionalen Unterschieden zwischen den buddhistisch geprägten Kernregionen und den ethnisch vielfältigen Grenzgebieten

Religion & Spiritualität

Myanmar gehört zu den Ländern Südostasiens, in denen der Theravada-Buddhismus das tägliche Leben besonders sichtbar prägt. Goldene Pagoden, Klöster und Mönche sind vielerorts fester Bestandteil des Straßenbildes. Religiöse Rituale, Spenden an Mönche und Tempelbesuche gehören für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. 

Besonders bekannt ist die prachtvolle Shwedagon-Pagode in Yangon, die zu den wichtigsten buddhistischen Heiligtümern des Landes zählt.

Wichtige Feste: 

  • Thingyan: das myanmarische Neujahrs- und Wasserfest, bei dem sich Menschen mehrere Tage lang gegenseitig mit Wasser bespritzen, um symbolisch das Alte abzuwaschen und das neue Jahr zu begrüßen
  • Thadingyut Festival: das Lichterfest markiert das Ende der buddhistischen Fastenzeit und wird mit Kerzen, Laternen und festlich beleuchteten Pagoden gefeiert
  • Tazaungdaing Festival: ebenfalls am Ende der Fastenzeit gefeiert, bekannt für Lichterprozessionen, Pagodenfeste und in manchen Regionen auch für Heißluftballons
  • Kason Full Moon Festival: an diesem buddhistischen Feiertag gießen Gläubige Wasser über Bodhi-Bäume, um an Buddhas Geburt, Erleuchtung und Tod zu erinnern

Rund 88% der Myanmaren sind Buddhisten. Etwa 6% der Bevölkerung sind Anhänger des Christentums. 4% gehören dem Islam an und ca. 0,5% sind Anhänger des Hinduismus. Geisterglaube ist in der Volksreligion weit verbreitet.

Einreise und Visum

  • Visum: Für deutsche, österreichische und schweizerische Staatsangehörige ist in der Regel ein Visum erforderlich
  • Reisepass: muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein
  • Rück- oder Weiterflugticket kann verlangt werden.
  • Die aktuellen Einreisebestimmungen sollten unbedingt vor Reisebeginn geprüft werden.

Aktuelle Informationen erhalten Sie bei den zuständigen myanmarischen Botschaften oder unter Myanmar: Reise- und Sicherheitshinweise - Auswärtiges Amt.

Stand 2026

Gesundheit

  • Impfungen: Keine Pflichtimpfungen, empfohlen werden Standardimpfungen sowie Hepatitis A. Bei längeren Aufenthalten zusätzlich Hepatitis B, Typhus und Tollwut.
  • In einigen Regionen besteht Risiko für Dengue-Fieber und Malaria - an Mückschutz denken
  • Leitungswasser sollte nicht getrunken werden
  • Eine Auslandskrankenversicherung wird empfohlen
  • Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine medizinische Beratung. Bitte ärztlichen Rat einholen

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt, dem Tropeninstitut über das Reiseziel: Myanmar, auf der Webseite des Robert-Koch-Institutes (RKI) oder Sie können die folgende Auflistung des RKI checken: Dokument für meldepflichtige Infektionskrankheiten des RKI.

Stand 2026

Sicherheit

Die Sicherheitslage in Myanmar ist seit dem Militärputsch 01.02.2021 angespannt. Für verschiedene Regionen bestehen Reisewarnungen oder Teilreisewarnungen. Touristen sollten sich vor jeder Reise umfassend über die aktuelle Lage informieren.

  • Meiden Sie daher Polizei- und Militäreinrichtungen (potentielle Anschlagsziele) und belebte Orte
  • Informieren Sie sich vor Ihrer Reise nach den aktuellen Regelungen, Regionen mit Kriegsrecht, Ausgangssperren und besonders gefährliche Regionen
  • Vermeiden Sie Gespräche über Politik und fotografieren Sie keine militärischen Einrichtungen.
  • Taschendiebstähle kommen vor allem in größeren Städten vor.
  • Demonstrationen und politische Veranstaltungen sollten gemieden werden
  • Drogenbesitz und Drogenschmuggel, auch “weiche” Drogen,werden streng bestraft.

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie unter Myanmar: Reise- und Sicherheitshinweise - Auswärtiges Amt.

Stand 2026

Geld & Zahlungsart

  • Währung: Myanmar Kyat (MMK)
  • Bargeld: spielt weiterhin eine wichtige Rolle, genügend Bargeld mitnehmen, insbesondere abseits der touristischen Zentren.
  • Kreditkarten: weiterhin schwierig, werden nur in größeren Hotels und touristischen Einrichtungen akzeptiert, scheitert oft an schlechter Internetverbindung
  • Geldautomaten sind in größeren Städten verfügbar
  • US-Dollar werden teilweise akzeptiert

Transport im Land

  • Inlandsflüge für lange Distanzen
  • Busnetze verbinden die wichtigsten Städte
  • Boote auf dem Inle-See und Irrawaddy-Fluss
  • Taxis in Yangon und Mandalay
  • Eisenbahnnetz vorhanden, jedoch langsam

Handy & Internet

  • Mobilfunk ist in Städten meist gut verfügbar
  • Lokale SIM-Karten sind günstig und direkt am Flughafen erhältlich
  • WLAN gibt es in vielen Hotels und Restaurants
  • In ländlichen Regionen kann die Netzabdeckungeingeschränkt sein

Strom & Adapter

  • Spannung: 230 V
  • Steckdosen: Typ C, D, F und G
  • Ein Universaladapter wird empfohlen
  • Taschenlampe und Powerbank gehören ins Reisegepäck, da es oft zu Stromausfällen kommt

Diplomatische Vertretung

Myanmarische Vertretungen im deutschsprachigen Raum

Deutschland

Botschaft der Republik der Union Myanmar in Berlin

Österreich

Botschaft der Republik der Union Myanmar in Wien

Schweiz

Keine eigene Botschaft. Zuständig ist die Botschaft in Wien.

Deutschsprachige Vertretungen in Myanmar

Deutschland

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Yangon

Österreich

Österreichisches Honorarkonsulat in Yangon

Schweiz

Botschaft der Schweiz in Yangon

Auswärtiges Amt

In Deutschland: Auswärtiges Amt Deutschland

In Österreich: Österreichisches Außenministerium (BMEIA)

In der Schweiz: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)

Stand 2026

Häufige Fragen zu Myanmar

Warum tragen viele Menschen in Myanmar Thanaka im Gesicht?

Thanaka ist eine traditionelle Paste aus der Rinde bestimmter Bäume. Sie wird seit über 1.000 Jahren als natürlicher Sonnenschutz und zur Hautpflege verwendet. Besonders Kinder und Frauen tragen die gelbliche Creme oft in kunstvollen Mustern auf den Wangen.

Was ist typisch für das Essen in Myanmar?

Die Küche Myanmars setzt sich aus den vielen verschiedenen Gerichten und Speisen der Volksgruppen und unterschiedlichen Einflüssen aus Indien, China und Thailand zusammen.

Typisch sind würzige Currys, Reisgerichte, frische Salate und Suppen. Besonders bekannt:  

  • Mohinga: eine Fisch-Nudelsuppe die als Nationalgericht gilt und häufig bereits zum Frühstück gegessen wird
  • Kyauk swee: ein Gericht mit Hühnerfleisch und Kokosmilch auf Eiernudeln
  • Mishee: eine Speise bestehend aus Schweinefleisch, Bohnen, Reisnudeln und Sojabohnensprossen
  • Lethoke: ein Salat, der mit Früchten und Gemüse zubereitet wird.

Bei den Getränken ist der Yenwejan recht verbreitet, dünner grüner Tee. Im Gegensatz zum Fastfood sind alkoholfreie Getränke wie Cola nahezu überall zu kaufen. Wer Bier mag, greift auf importiertes Bier aus Thailand oder auf einheimisches Bier zurück, wie z.B. das Mandalay Beer. Eine Spezialität ist Toddy, ein hochprozentiges Gemisch aus destilliertem Palmsaft.

Welche Tiere kann man in Myanmar entdecken?

Myanmar besitzt eine beeindruckende Artenvielfalt. Besonders bekannt sind die Asiatischen Elefanten, die früher als Arbeits- und Transporttiere genutzt wurden. In einigen Regionen leben außerdem Irawadi-Delfine, Leoparden, Gibbons und zahlreiche seltene Vogelarten.

Warum spielen Mönche im Alltag der Menschen in Myanmar eine so wichtige Rolle?

In Myanmar sind Mönche so hoch angesehen und im Alltag allgegenwärtig, weil der Buddhismus das Leben vieler Menschen stark prägt. Mönche gelten als Menschen, die ihr Leben der Religion widmen, auf Besitz verzichten und nach den Lehren Buddhas leben. Sie beten, meditieren und geben den Menschen religiöse Orientierung. 

Außerdem übernehmen Klöster wichtige Aufgaben in der Gesellschaft, zum Beispiel in der Erziehung und Bildung von Kindern. Viele Jungen verbringen deshalb eine Zeit im Kloster, um Disziplin, Respekt und buddhistische Werte zu lernen.

Warum gilt Myanmar als Land der vielen Volksgruppen?

In Myanmar leben mehr als 100 ethnische Gruppen mit eigenen Sprachen, Traditionen und Trachten. Diese kulturelle Vielfalt zeigt sich auf Märkten, Festen und im täglichen Leben und macht das Land besonders abwechslungsreich. 

Zu den größten ethnischen Gruppen gehören: 

  • Bamar: Die Bamar sind die größte Bevölkerungsgruppe Myanmars und feiern Feste wie Thingyan, das Wasserfest zum Neujahr, und Thadingyut, das Lichterfest. Zu ihren typischen Gerichten gehören Mohinga und Lahpet Thoke. Außerdem prägen sie viele buddhistische Traditionen des Landes
  • Shan: Die Shan leben vor allem im Osten Myanmars und sind für Shan-Nudeln und Reisgerichte bekannt. Zu ihrer Kultur gehören regionale Tempel- und Erntefeste sowie traditionelle Kleidung in hellen Farben
  • Karen (Kayin): Die Karen feiern das Karen New Year und tragen oft handgewebte traditionelle Kleidung. Typisch sind Reisgerichte, Gemüse und scharfe Pasten, außerdem spielen Familie und Dorfgemeinschaft in ihrer Kultur eine wichtige Rolle
  • Chin: Die Chin leben vor allem in den Bergregionen im Westen des Landes. Sie feiern den Chin National Day, tragen bunte gewebte Trachten, und in manchen Regionen waren früherGesichtstätowierungen bei Frauen verbreitet. Ihre Küche besteht oft aus Reis, Gemüse und Fleischgerichten aus der Bergregion

Was ist der Goldene Felsen von Kyaiktiyo?

Der Goldene Felsen gehört zu den wichtigsten buddhistischen Pilgerstätten des Landes. Der riesige, mit Blattgold bedeckte Fels balanciert scheinbar schwerelos am Rand einer Klippe. Einer Legende zufolge wird er durch eine Reliquie Buddhas an seinem Platz gehalten.
 

Welche Orte sind sehenswert in Myanmar?

Yangon

Yangon ist die größte Stadt Myanmars, die ehemalige Hauptstadt (bis 2005) wird auch Rangun genannt und das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Ihr Stadtbild ist in Asien einzigartig und unvergleichbar, durch die vielen großen Bäume sehen manche Stadtviertel fast aus wie Waldgebiete. Wahrzeichen der Stadt ist die goldene Shwedagon-Pagode, die für die Buddhisten als Nationalheiligtum gilt. Sehenswert sind außerdem die Chaukhtatgyi-Pagode mit ihrem riesigen liegenden Buddha sowie die Seen Kandawgyi und Inya. Die koloniale Architektur verleiht Yangon einen besonderen Charme.

👉 Mehr darüber erfahren: Shwedagon Pagoda – Goldene Seele Myanmars

Bagan

Diese verlassene Stadt fasziniert vor allem mit ihren über 2.000 imposanten Tempeln und Pagoden an den Ufern des Flusses Ayeyarwady. Besonders bekannt sind die Tempel Ananda, Thatbyinnyu und Gawdawpalin, von insgesamt über 5.000 weiteren Bauten. Die Sonnenauf- und -untergänge über der Tempelebene gehören zu den bekanntesten Motiven Myanmars.

Der Goldene Felsen (Kyaiktiyo)

Der Goldene Felsen von Kyaiktiyo wird den Buddhisten zufolge von nur einem Haar Buddhas vor einem Absturz bewahrt. Dieser etwa tonnenschwere goldene Fels ist ein wichtiger Wallfahrtsort und dient vielen Myanmaren als Pilgerstätte. Den Pilgern und Mönchen kann man bei ihren Zeremonien und Ritualen zuschauen und einen wundervollen Ausblick auf die Umgebung genießen. Dieses goldene Heiligtum zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Stätten im ganzen Land.

Bago

Auch bekannt unter dem Namen Pegu, war diese Stadt zur Zeit der Mon-Dynastie ein wichtiger Hafen und die Hauptstadt in Südmyanmar. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Shwemawdaw-Pagode, der liegende Shwethalyaung-Buddha und die vier riesigen Buddha-Statuen von Kyaik Pun. Auch der rekonstruierte Kanbawzathadi-Palast erinnert an die glanzvolle Vergangenheit der Stadt.

Mandalay

Mandalay ist die zweitgrößte Stadt und kulturelles Zentrum des Landes, das sie dieletzteKönigsstadt des Landes war. Sehenswert ist hier unter anderem das Shwenandaw Kyaung, das einzige erhaltene Gebäude von einem ehemaligen Palast-Komplex. Highlights sind der Mandalay Hill mit seinen Tempeln und Aussichtspunkten sowie die Mahamuni-Pagode mit ihrer verehrten Buddha-Statue. In der Umgebung liegen die historischen Königsstädte Amarapura, Sagaing, Ava und Mingun. Insbesondere Mingun ist einen Besuch wert mit seinen beeindruckenden Monumenten und der Bootsfahrt dorthin, die einzige Möglichkeit, die Stadt zu erreichen.

Inle See

Der rund 22 Kilometer breite und 100 Kilometer lange Inle See ist ein sehr idyllisches und pittoreskes Reiseziel. Bekannt ist der See für seine Einbeinruderer. Die Einheimischen stehen dabei auf einem Bein, das Ruder wird unter das andere, freie Bein geklemmt und mit den Händen werden die Fischernetze benutzt. Sehenswert sind die Stelzendörfer, jegliche Gebäude ragen hier auf Stelzen aus dem Wasser. Das einzige Fortbewegungsmittel sind hier Boote. Empfehlenswert ist eine Bootsfahrt mit den sogenannten Longtailbooten. Erkunden kann man auf solchen Touren die schwimmenden Gärten, Kloster und Märkte.

Naypyidaw

Naypyidaw ist seit 2005 die Hauptstadt Myanmars und zugleich der Sitz der Regierung. Die noch vergleichsweise junge Planstadt wirkt auf viele Besucher ungewöhnlich modern und großzügig angelegt: breite, oft fast leer wirkende Straßen, weitläufige Grünflächen und imposante Regierungsgebäude. Im Gegensatz zu den historisch gewachsenen Städten Myanmars hat Naypyidaw einen eher funktionalen und repräsentativen Charakter. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen die Uppatasanti-Pagode, eine bedeutende buddhistische Stätte und Nachbildung der berühmten Shwedagon-Pagode in Yangon, sowie der monumentale Parlaments- und Regierungsbezirk, der die Rolle der Stadt als Machtzentrum des Landes unterstreicht.

Hpa-An

Die Hauptstadt des Kayin-Staates, Hpa-An, im Südosten Myanmars, gehört zu den landschaftlich reizvollsten Orten des Landes. Die Region ist vor allem für ihre markanten Karstberge, sattgrünen Reisfelder und geheimnisvollen Höhlen bekannt. Besonders beliebt sind die beeindruckende Saddan-Höhle, die mit ihren riesigen Hallen, Buddha-Statuen und unterirdischen Wegen fasziniert. Sowie der Mount Zwegabin, der sich als markanter Felsenberg über die Ebene erhebt.

Wetter und Klima in Myanmar

  • Myanmar hat ein tropisches Monsunklima mit drei ausgeprägten Jahreszeiten: der heißen Trockenzeit, der Regenzeit und der kühleren Trockenzeit. 
  • Die beste Reisezeit liegt in der Regel zwischen November und Februar, wenn das Wetter trocken und angenehm warm ist.

    🌸 Trockenzeit (November bis Februar)

  • Angenehme Temperaturen zwischen 20 und 30 °C, kaum Regen
  • Ideal für Rundreisen zu kulturellen Höhepunkten wie Bagan, Mandalay oder Yangon
  • Perfekte Zeit für Tempelbesuche, Bootstouren auf dem Inle-See und Trekking im Shan-Staat
  • Auch die Strände an der Westküste wie Ngapali Beach laden jetzt zum Baden ein

    ☀️ Heißzeit (März bis Mai)

  • Sehr heiß, vor allem im Landesinneren mit Temperaturen bis über 40 °C
  • Trotz der Hitze: gute Reisezeit für Frühaufsteher und gut klimatisierte Hotels
  • Besonders eindrucksvoll: der Wasserfestival Songkran (Thingyan) im April
  • Weniger Touristen und günstigeres Reisen möglich

    🌧️ Regenzeit (Juni bis Oktober)

  • Monsun mit intensiven, oft täglichen Niederschlägen – besonders im Süden und an der Küste
  • Viele Straßen in ländlichen Regionen werden schwer passierbar
  • Yangon und die Küste sind oft überflutet, manche Orte schwer erreichbar
  • Vorteil: üppige Natur, leuchtendes Grün und kaum Touristen an bekannten Sehenswürdigkeiten

Beste Reisezeit

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Mandalaysonnesonne        sonnesonne
Myitkyinasonnesonne        sonnesonne
Yangonsonnesonne        sonnesonne
Sittwesonnesonne        sonnesonne

Durchschnittliche Tagestemperatur

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Mandalay28°C31°C35°C38°C37°C34°C34°C33°C33°C32°C29°C27°C
Myitkyina24°C25°C30°C32°C33°C31°C31°C31°C31°C30°C27°C24°C
Yangon32°C35°C36°C37°C33°C30°C30°C30°C30°C32°C32°C32°C
Sittwe27°C29°C31°C33°C32°C30°C29°C29°C30°C31°C29°C27°C

Durchschnittliche Wassertemperatur

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Yangon26°C26°C28°C28°C29°C29°C28°C28°C28°C28°C27°C27°C
Sittwe25°C25°C27°C29°C30°C29°C29°C28°C29°C30°C29°C27°C

Durchschnittliche Sonnenstunden/Tag

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Mandalay9101111109888888
Myitkyina9101111107777899
Yangon9999643357109
Sittwe91010986567899

Regenzeit

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
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