Reiseinformationen Südkorea

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Einige Fakten zu Südkorea

Schnellinfo

  • Hauptstadt: Seoul
  • Fläche: ca. 100.400 km²
  • Einwohnerzahl: ca. 51,7 Millionen
  • Amtssprache: Koreanisch
  • Währung: Südkoreanischer Won (KRW)
  • Zeitzone: UTC +9 (im Winter +8 Stunden, im Sommer +7 Stunden vor Deutschland)
  • Beste Reisezeit: März bis Mai (Frühling) und September bis November (Herbst)
  • Highlights: Seoul, Gyeongju, Busan, Jeju Island, Seoraksan-Nationalpark, DMZ, traditionelle Hanok-Dörfer

Allgemeine Information zu Südkorea

Südkorea in Ostasien macht den südlichen Teil der koreanischen Halbinsel aus und umfasst außerdem tausende vorgelagerte kleinere Inseln. Angrenzende Ozeane sind das Japanische Meer im Osten, die Koreastraße im Südosten sowie das Gelbe Meer im Westen. Das Land entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte von einem armen Agrarstaat zu einer der modernsten Volkswirtschaften der Welt. Heute verbindet Südkorea Hightech, Tradition, K-Pop, moderne Städte und jahrhundertealte Kultur auf einzigartige Weise.

Natur und Landschaft

Etwa 70% der Fläche Südkoreas sind von Gebirgen bedeckt, während sich größere ebene Flächen nur im Südosten der Halbinsel befinden. Charakteristisch sind:

  • die Gebirgslandschaften des Taebaek- und Sobaek-Gebirges
  • die VulkaninselJeju, die größte Insel vor Südkoreas
  • die Küstenregionen am Gelben Meer und Japanischen Meer, sind durch zahlreiche Buchten und Halbinseln geprägt, mit über 4400 vorgelagerten Inseln, nicht einmal 500 davon sind bewohnt
  • zahlreiche Nationalparks und Wandergebiete
  • Die höchste Erhebung Südkoreas ist der Vulkan Hallasan mit etwa 1950m über dem Meeresspiegel.

Flora und Fauna

Südkorea verfügt trotz seiner hohen Bevölkerungsdichte über viele geschützte Naturgebiete und ist somit bis heute unfassbar vielfältig:

  • Tierwelt: Asiatische Schwarzbären, Rehe,  Wildschweine, Bengalkatzen, Luchse, Echsen und Wiesel
    Tiere vor der Küste: Delfine und verschiedene Walarten, außerdem Seehunde, Schildkröten, hunderte Fischarten
    Eine Vielzahl an Vögeln: Bussarde, Spechte (besonders: Weißbauch-Schwarzspecht), Elstern, Kraniche, Reiher, Möwen und Schwalben sowie die Mandarinente und die Halsring-Zwergohreule, 
    Extrem viele Insekten- und Schlangenarten, Käfer und Spinnen. 
    Die Tierwelt Südkoreas wies einst seltene Arten wie Tiger, Leoparden und Bären auf. Die Abholzung und zusätzliche Wilderei führten jedoch fast zur gänzlichen Verdrängung der Tiere
  • Pflanzenwelt: Kiefern- und Laubwälder, Kirschbäume, Azaleen, alpine Latschen und Rhododendren (oberhalb der Baumgrenze im Nordgebirge) sowie der subtropische Bambus, Lorbeer und Kamelien, welche an der warmen Südküste und auf Jejudo vorkommen
    Nachdem große Flächen des Landes bewaldet waren, sind Teile der ursprünglichen Mischwälder (Eichen, Ahorn, Buchen, Ulmen, Pappeln, Fichten und Espen) dem Brandrodungsfeldbau zum Opfer gefallen. Teilweise wurde es auch als Brennholz genutzt. Der an diesen Stellen gebildete Sekundärwald setzt sich wie so oft aus wenigen, schnell wachsenden Arten zusammen. In höheren Lagen finden sich Nadelwälder mit Fichten und Lärchen.

Etwa 3,9 % der Staatsfläche Südkoreas stehen unter Naturschutz.

Wirtschaft

Südkorea hat sich seit dem Koreakrieg von einem der ärmsten Länder der Welt zu einem entwickelten Industriestaat entwickelt, dessen Wirtschaft hauptsächlich von der exportorientierten Industrie geprägt ist. Wichtige Sektoren sind:

  • Industrie & Technologie: Unternehmen wie Samsung Electronics, LG Electronics, Hyundai Motor Company und SK Hynix gehören zu den weltweit führenden Unternehmen. Besonders wichtig sind Halbleiter, Elektronik, Fahrzeuge, Batterien und Schiffbau.
  • Handel: Als exportorientierte Wirtschaft ist Südkorea eng in den Welthandel eingebunden. Ganze 30% aller Exporte sind dabei Elektronik, Nachrichtentechnik und TV. Wichtigste Handelspartner sind nach China, die USA, Hongkong und Japan.
  • Kulturindustrie: K-Pop, Filme, Serien und Computerspiele sind zu bedeutenden Wirtschaftsfaktoren geworden. Der weltweite Erfolg koreanischer Unterhaltung stärkt den Tourismus und die internationale Bekanntheit des Landes.
  • Tourismus: Der Tourismus wächst kontinuierlich. Besonders beliebt sind Seoul, Busan, Jeju Island sowie kulturelle Stätten und Nationalparks.

Geschichte

Wie entstand das moderne Südkorea?

Die Geschichte Koreas reicht bis vor 4000 Jahren zurück, als das Land angeblich vom Halbgott Dangun gegründet wurde. Verschiedene Dynastien prägten die Geschichte bis ins 14. Jahrhundert, als die Joseon-Dynastie gegründet wurde. Besonders im 19. und Anfang des 20. Jahrhundert wurde Südkorea immer wieder zum Objekt sowie Austragungsort der Rivalitäten und Auseinandersetzungen der jeweiligen benachbarten Großmächte (Mongolei, China, Japan; später Russland und die USA). Nach dem Ende der japanischen Kolonialherrschaft im Jahr 1945 wurde die koreanische Halbinsel in einen sowjetisch beeinflussten Norden und einen amerikanisch beeinflussten Süden geteilt. Der Koreakrieg (1950–1953) besiegelte diese Teilung. Aus dem südlichen Teil entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten die Republik Korea, also das heutige Südkorea.

Warum wird Südkorea als „Wunder am Han-Fluss“ bezeichnet?

Nach dem Koreakrieg war Südkorea eines der ärmsten Länder der Welt. Innerhalb weniger Jahrzehnte gelang jedoch ein rasanter wirtschaftlicher Aufstieg: Das Land entwickelte sich zu einer modernen Industrienation und zu einer der stärksten Volkswirtschaften Asiens. Dieser beeindruckende Wandel wird als „Wunder am Han-Fluss“ bezeichnet.

Welche Rolle spielt die Teilung Koreas bis heute?

Die Teilung prägt Südkorea bis heute politisch und gesellschaftlich. Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea gehört zu den am stärksten gesicherten Grenzen der Welt. Gleichzeitig bleibt die gemeinsame Geschichte für viele Koreaner ein wichtiger Teil ihrer Identität, und die Hoffnung auf Verständigung oder Wiederannäherung spielt weiterhin eine bedeutende Rolle.

Wie macht sich die koreanische Kultur heute sichtbar?

Die koreanische Kultur ist heute sowohl in Südkorea selbst als auch weltweit sehr präsent. Traditionen wie: 

  • Hanbok (traditionelle Kleidung Koreas)
  • koreanische Feste
  • Tempel
  • Kalligraphie
  • die koreanische Küche mit Gerichten wie Kimchi

sind bis heute wichtige Bestandteile des Alltags und der nationalen Identität. Gleichzeitig ist Südkorea für seine moderne Popkultur bekannt:

  • K-Pop
  • koreanische Serien
  • Filme
  • Beauty-Trends
  • digitale Medien

So verbindet Südkorea heute auf besondere Weise alte Traditionen mit moderner Popkultur.

Religion & Spiritualität

Da die Verfassung von Südkorea die Religionsfreiheit garantiert, gibt es keine Staatsreligion. Deswegen werden in Südkorea buddhistische, konfuzianische und christliche Traditionen vereint. Obwohl viele Menschen keiner Religion angehören, prägen Ahnenverehrung und konfuzianische Werte weiterhin das Familienleben. Tempelaufenthalte („Temple Stay“) sind heute auch bei Reisenden sehr beliebt.

Wichtige Feste:

  • Seollal: Seollal ist das koreanische Neujahrsfest, an dem Familien zusammenkommen, Ahnen ehren und traditionelle Speisen wie Reiskuchensuppe essen.
  • Chuseok: Chuseok ist das koreanische Erntedankfest, bei dem Familien ihrer Vorfahren gedenken und gemeinsam feiern.
  • Lotus Lantern Festival: Beim Lotus Lantern Festival werden bunte Laternen entzündet, um Buddhas Geburtstag zu feiern und Glück zu wünschen.
  • Buddhas Geburtstag: Buddhas Geburtstag ist ein wichtiger buddhistischer Feiertag, der in Südkorea mit Tempelbesuchen, Gebeten und Laternenfesten begangen wird.

Ganze 56% der Bevölkerung gehört keiner Religion an. Mit 28% sind die Christen die nächstgrößere Gruppe, wobei der evangelische Teil dabei mit Abstand die Mehrheit bildet. Weiterhin sind 16% Buddhisten und Angehörige der koreanischen Schamanenreligion gemeldet. Der Konfuzianismus hat in der Entwicklungsgeschichte Koreas zunehmend an Bedeutung gewonnen, wurde jedoch erst 1995 als offizielle Religion anerkannt. Kaum jemand hat diesen deshalb als Religion angegeben.

Einreise und Visum

  • Visum: Staatsangehörige der EU- und Schengen-Staaten können für Aufenthalte von weniger als 90 Tagen visumfrei in Südkorea einreisen.
  • Im Februar 2025 wurde ein elektronisches Formular (e-Arrival Card) zur Einreise in Südkorea eingeführt. Das elektronische Formular kann gebührenfrei innerhalb der drei Kalendertage vor der Einreise online eingereicht werden.
  • Reisepass muss bei Einreise gültig sein.
  • Die aktuellen Einreisebestimmungen sollten unbedingt vor Reisebeginn geprüft werden.

Aktuelle Informationen erhalten Sie bei den zuständigen südkoreanischen Botschaften oder unter Südkorea: Reise- und Sicherheitshinweise - Auswärtiges Amt.

Stand 2026

Gesundheit

  • Impfungen: Keine Pflichtimpfungen bei direkter Einreise aus Europa, empfohlen werden Standardimpfungen sowie Hepatitis A
  • Die medizinische Versorgung ist hervorragend
  • Eine Auslandskrankenversicherung wird empfohlen.
  • Leitungswasser ist in der Regel trinkbar, mit Vorsicht genießen, unbedenklich für das Zähneputzen
  • Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine medizinische Beratung

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt, dem Tropeninstitut über das Reiseziel: Südkorea, auf der Webseite des Robert-Koch-Institutes (RKI) oder Sie können die folgende Auflistung des RKI checken: Dokument für meldepflichtige Infektionskrankheiten des RKI.

Stand 2026

Sicherheit

  • Südkorea gilt als vergleichsweise sicheres Reiseland. Die Kriminalitätsrate des Landes ist niedrig.
  • Auch die schwierigen politischen Beziehungen zu Nordkorea beeinträchtigen die Sicherheit für Reisende nach Südkorea bisher nicht.
  • Taschendiebstähle kommen vereinzelt in Touristengebieten vor, in Menschenmengen oder auf Märkten acht geben
  • Drogenbesitz und Drogenhandel werden streng bestraft
  • Die Anweisungen der Behörden sollten insbesondere in Grenznähe zur DMZ (Demilitarisierten Zone) beachtet werden

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie unter Südkorea: Reise- und Sicherheitshinweise - Auswärtiges Amt.

Stand 2026

Geld & Zahlungsart

  • Währung: Südkoreanischer Won ₩ (KRW)
  • Bargeld: Nur in geringem Umfang notwendig
  • Geldwechsel: Umtausch von ausländischer zu koreanischer Währung ist in Banken oder am Wechselschalter möglich, dabei sollten jedoch mögliche Wartezeiten beachtet werden
  • Geldautomaten: Landesweit verfügbar
  • Kartenzahlung: Fast überall möglich, Touristen können mit den gängigen Visa-, Master- und American Express Karten bezahlen
  • Mobile Payment weit verbreitet: KakaoPay ist ein beliebtes E-Wallet, das über KakaoTalk genutzt wird und für Online- und Offline-Zahlungen verwendet werden kann
  • Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Geschäften problemlos akzeptiert

Transport im Land

  • Hochgeschwindigkeitszüge (KTX): verbinden die wichtigsten Städte
  • Modernes U-Bahn-Netz: Seoul, Busan und weiteren Großstädten
  • Inlandsflüge: vor allem nach Jeju Island
  • Taxis: sicher und vergleichsweise günstig
  • Sehr gutes Busnetz im ganzen Land

Handy & Internet

  • Eines der schnellsten Internetnetze weltweit
  • 5G nahezu flächendeckend verfügbar
  • Lokale SIM-Karten, direkt am Flughafen und eSIMs (App: Saily) leicht erhältlich
  • Kostenloses WLAN in vielen öffentlichen Bereichen

Strom & Adapter

  • Spannung: 220 V
  • Steckdosen: Typ C und F
  • Deutsche Stecker passen in der Regel problemlos
     

Diplomatische Vertretung

Südkoreanische Vertretungen im deutschsprachigen Raum

Deutschland

Botschaft der Republik Korea in Berlin

Eine Außenstelle der Botschaft befindet sich in Bonn.
Generalkonsulate existieren in Frankfurt am Main und Hamburg. Honorarkonsulate gibt es in Dresden, Denkendorf und München.

Österreich

Botschaft der Republik Korea in Wien

Schweiz

Botschaft der Republik Korea in Bern

Deutschsprachige Vertretungen in Südkorea

Deutschland

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Seoul

Die Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland sitzt in Busan.

Österreich

Botschaft der Republik Österreich in Seoul

Schweiz

Botschaft der Schweiz in Seoul

Auswärtiges Amt

In Deutschland: Auswärtiges Amt Deutschland

In Österreich: Österreichisches Außenministerium (BMEIA) 

In der Schweiz: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)

Stand 2026

Häufige Fragen zu Südkorea

Warum fasziniert Südkorea so viele Reisende?

Die Verbindung aus futuristische Metropolen mit jahrhundertealten Tempeln, Palästen und Traditionen macht Südkorea so reizvoll. Innerhalb weniger Stunden kann man von einer Hightech-Großstadt in die Berge, ans Meer oder zu historischen Kulturstätten reisen. 

Wo kann man in Südkorea am besten wandern, baden und Wintersport betreiben?

Wandern:

  • Seoraksan-Nationalpark ist einer der bekanntesten Nationalparks Südkoreas und beliebt für Bergwanderungen, Wasserfälle und schöne Herbstlandschaften.
  • Jirisan-Nationalpark bietet viele Wanderwege und ist besonders für längere Touren in Südkoreas größtem Gebirge bekannt.

Wandern ist in Südkorea sehr beliebt, weil viele Regionen bergig sind und gut ausgebaute Wanderwege bieten.

Badeurlaub:

  • Jeju Island ist ein beliebtes Reiseziel für Badeurlaub, da die Insel schöne Strände, Vulkanküsten und ein mildes Klima bietet.
  • Busan ist Südkoreas bekannteste Küstenstadt und berühmt für große Strände wie Haeundae und Gwangalli.

Auch die Ostküste Südkoreas ist wegen ihrer langen Sandstrände und des klaren Meeres ein beliebtes Ziel für Sommerurlauber.

Wintersport:

  • Rund um Pyeongchang gibt es mehrere moderne Skigebiete mit guten Bedingungen für Ski- und Snowboardfahrer.

Die Region wurde international bekannt, weil dort die Olympischen Winterspiele 2018 stattfanden. Wintersport ist vor allem in den bergigen Regionen des Nordostens beliebt, wo es im Winter ausreichend Schnee gibt.
 

Warum gilt Seoul als eine der modernsten Städte der Welt?

Seoul gilt als eine der modernsten Städte der Welt, weil die Stadt für ihre hohe Technologisierung, moderne Infrastruktur und digitale Vernetzung bekannt ist. Schnelles Internet, innovative Verkehrssysteme, moderne Hochhäuser und eine starke Präsenz von Technologieunternehmen prägen das Stadtbild. Gleichzeitig finden sich mitten in der Millionenmetropole historische Paläste, traditionelle Märkte und buddhistische Tempel.

Was macht die südkoreanische Kultur weltweit so beliebt?

K-Pop, K-Dramen, koreanische Filme und die moderne Popkultur begeistern Millionen Menschen. Die sogenannte „Korean Wave“ (Hallyu) hat Südkorea weltweit bekannt gemacht. K-Pop ist längst mehr als nur Musik. Künstler wie BTS oder BLACKPINK haben sich eine riesige „Fan-Base“ auf der ganzen Welt aufgebaut.

Warum ist die südkoreanische Küche so bekannt?

Weltweites Ansehen hat die Koreanische Küche, weil sie würzige, frische und fermentierte Zutaten auf besondere Weise miteinander verbindet. 

Reis gehört zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, dazu kommen viele Gemüsegerichte, Suppen, Tofu, Sojasoße, Meeresfrüchte und Seetang. Besonders typisch ist Kimchi, der fast zu jeder Mahlzeit serviert wird. Mit wachsendem Wohlstand wurde auch Fleisch wichtiger, vor allem Rind- und Schweinefleisch, das oft gegrillt oder gebraten wird. 

Außerdem spielt das gemeinsame Essen eine große Rolle: Viele Speisen werden in die Mitte des Tisches gestellt und zusammen geteilt, wodurch Essen in Korea zu einem wichtigen sozialen Erlebnis wird.

Typische Spezialitäten

  • Kimchi: fermentierter und scharf gewürzter Chinakohl oder Rettich und gilt als das bekannteste Nationalgericht Koreas
  • Bibimbap: ein Reisgericht mit Gemüse, Fleisch, Ei und scharfer Chilipaste, das vor dem Essen gut vermischt wird.
  • Bulgogi: besteht aus dünn mariniertem Rindfleisch, das gebraten oder gegrillt wird.
  • Korean BBQ: Beim Korean BBQ grillen die Gäste Fleisch direkt am Tisch und essen es gemeinsam mit Beilagen und Soßen.
  • Japchae:  glasige Süßkartoffelnudeln, die mit Gemüse, Fleisch und Sojasoße zubereitet werden.
  • Tteokbokki: weiche Reiskuchen in einer scharfen, roten Chilisauce und ein beliebtes Streetfood in Südkorea.

Welche Orte sind sehenswert in Südkorea?

Changdeokgung Palast

Der Changdeokgung Palast kann ins deutsche etwa mit „Palast der glänzenden Tugend“ übersetzt werden und ist einer von fünf noch erhaltenen Königspalästen aus der Joseon-Dynastie. Gelegen in Südkoreas Hauptstadt Seoul, war der Palast neben dem Gyeongbokgung Palast (Palast des glänzenden Glücks) als zweiter Palast des damaligen Königs Taejong gedacht und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders bekannt ist der „Geheime Garten“ mit seinen Pavillons, Lotus-Teichen und jahrhundertealten Bäumen. Die Anlage bietet einen faszinierenden Einblick in die koreanische Königsgeschichte.

👉 Wurde Ihr Interesse zu Südkorea geweckt? Dann lest doch gerne unseren Artikel dazu: Was muss man in Südkorea gesehen haben?

Demilitarisierte Zone

Die sogenannte „Demilitarisierte Zone“ (DMZ) wurde 1953 nach dem Waffenstillstand errichtet und teilt seither die koreanische Halbinsel in Nord- und Südkorea auf. Betreten werden darf sie von beiden Seiten ausdrücklich nur mit einer Genehmigung. Es befinden sich nur zwei Siedlungen sowie starke Sicherheitsvorkehrungen in der Zone, abgesehen davon ist sie weitgehend unberührt. Dies führte zu einer naturbelassenden Entwicklung von Tieren und Pflanzen, die auch seltene und geschützte Arten einschließen. Die südkoreanische Regierung unternimmt seit ungefähr zehn Jahren Anläufe, die DMZ zu einer einzigartigen Touristenattraktion zu machen. Ein Querfeldein-Radweg, Parks, Begegnungszentren sowie ein Naturobservatorium sind vorgesehen.

Dodamsambong Felsen

Die drei markanten Steingipfel im Namhangang-Fluss bei Danyang zählen zu den bekanntesten Naturdenkmälern Südkoreas. Der größte der drei Felsen heißt Janggunbong (also etwa Ehemann Felsen). Auf der linken Seite befindet sich der Cheopbong (Mätressen Felsen) und der Felsen auf der rechten Seite, der sich vom großen Felsen abwendet, heißt Cheobong (Ehefrauen Felsen). Um die Gipfel herum wurde 1998 ein Musikbrunnen errichtet. Touristen genießen seither die Wasserkaskaden, die im Takt der Musik fließen und besonders nachts eine sehr entspannende und magische Wirkung haben. Am Abend sorgt die Beleuchtung der Umgebung für eine besondere Atmosphäre.

Festung Hwaseong

Die UNESCO-Welterbestätte in Suwon wurde Ende des 18. Jahrhunderts auf Befehl des Königs Jeongjo erbaut. Dieser verlegte das Grab seines Vaters hinauf auf den Hügel Paldalsan der heutigen Stadt Suwon. Nach der Fertigstellung der Festung, die ein neues Machtzentrum werden sollte, wurde auch die Stadt innerhalb der Festung entwickelt. Während des Koreakriegs wurden große Teile der Stadt und der Festungsanlage zerstört. Ab den 1970er Jahren wurde die Festung Hwaseong zu großen Teilen wieder restauriert und im Laufe der Jahre immer wieder Restaurierungs- und Reparaturarbeiten vorgenommen. Besucher können an der Stadtmauer entlanglaufen und historische Tore, Wachtürme sowie Museen besichtigen.

Songdo Zukunftsstadt

Songdo bei Incheon gilt weltweit als Vorzeigeprojekt, wenn es um das Thema Smart City geht. Die Planstadt am Gelben Meer, die sich seit 2003 im Bau befindet und die Kernthemen Umweltschutz, Nachhaltigkeit, effiziente Ressourcennutzung, Work Life Balance und besonders Hightech umsetzen soll. Durch die Nutzung unzähliger Sensoren und eine umfassende digitale Vernetzung, können dem Stadtmanagement zufolge 30% weniger Energie und Ressourcen verbraucht werden. Alle Menschen, die hier wohnen oder arbeiten, sind in eine permanente Datenerhebung eingebunden. Breite Grünflächen, Wasserkanäle und futuristische Gebäude machen Songdo zu einem spannenden Kontrast zum historischen Korea.

Seoul

Die Hauptstadt Südkoreas, Seoul ist eine Metropole voller Kontraste: Hier treffen moderne Wolkenkratzer, riesige Einkaufsviertel und digitale Technik auf jahrhundertealte Paläste und traditionelle Häuser. Besonders sehenswert ist der Gyeongbokgung-Palast, der größte und bekannteste Königspalast des Landes. Einen tollen Blick über die Stadt hat man vom N Seoul Tower, der auf einem Hügel liegt und vor allem abends ein beliebtes Ausflugsziel ist. Wer das moderne Seoul erleben möchte, sollte durch Myeong-dong mit seinen Geschäften, Streetfood-Ständen und Kosmetikläden oder durch das junge Viertel Hongdae mit Cafés, Musik und Straßenkunst schlendern. Ein ganz anderes Bild zeigt das Bukchon Hanok Village, wo traditionelle koreanische Häuser zwischen den modernen Stadtteilen erhalten geblieben sind und einen Einblick in das alte Seoul geben.

Busan

Busan ist die zweitgrößte Stadt Südkoreas und vor allem für ihre Lage am Meer bekannt. Die Stadt verbindet Strände, lebendige Märkte und kulturelle Sehenswürdigkeiten. Der Haeundae Beach, ist einer der bekanntesten Strände des Landes, an dem im Sommer viele Menschen baden und entspannen. Sehenswert sind auch das bunte Gamcheon Culture Village mit seinen engen Gassen und bemalten Häusern sowie der Haedong Yonggungsa Tempel, der spektakulär direkt an der felsigen Küste liegt. Dazu kommt der große Fischmarkt von Busan, auf dem man das maritime Leben der Stadt besonders gut spüren kann.

Jeju Island

Die Vulkaninsel ist eine perfekte Ferieninsel und gilt als eines der schönsten Naturziele des Landes. Jeju Island überzeugt mit beeindruckende Landschaften, Lava-Höhlen, Wasserfällen, grünen Küsten und schönen Stränden. Besonders bekannt ist der Hallasan, der höchste Berg Südkoreas, der im Zentrum der Insel liegt und ein beliebtes Ziel für Wanderer ist. Auch die vulkanische Entstehung der Insel prägt ihr Landschaftsbild bis heute und macht Jeju zu einem besonderen Reiseziel. Weil die Insel Natur, Erholung und mildes Klima verbindet, wird sie oft als das „Hawaii Koreas“ bezeichnet.

Wetter und Klima in Südkorea

  • Südkorea hat ein ausgeprägtes gemäßigt-kontinentales Klima mit vier klar unterscheidbaren Jahreszeiten. 
  • Die besten Reisezeiten für Südkorea sind Frühling (April–Mai) und Herbst (September–Oktober) – dann zeigt sich das Land von seiner schönsten Seite mit mildem Wetter und farbenprächtiger Natur.

    🌸 Frühling (März bis Mai)

  • Milde Temperaturen (10–25 °C), viel Sonne und klare Sicht
  • Kirschblüte Ende März bis Mitte April – z. B. in Seoul, Gyeongju und auf Jeju ein unvergessliches Erlebnis
  • Ideal für Kulturreisen, Stadtbesichtigungen und Wanderungen
  • Wenig Niederschlag, angenehme Reisebedingungen

    ☀️ Sommer (Juni bis August)

  • Heiß und schwül mit Temperaturen bis zu 35 °C
  • Regenzeit (Jangma) im Juni/Juli: häufige, teils starke Schauer
  • Beste Zeit für Bergregionen wie Seoraksan oder die Insel Jeju
  • Viele Festivals, darunter das berühmte Boryeong-Schlammfestival im Juli

    🍁 Herbst (September bis November)

  • Angenehme Temperaturen (15–25 °C) und eindrucksvolle Laubfärbung
  • Goldene Tempel, rote Ahornwälder und klare Tage – besonders schön in Nationalparks wie Naejangsan oder Seoraksan
  • Perfekt für Rundreisen und Naturerlebnisse
  • Wenig Regen und sehr gute Sicht

    ❄️ Winter (Dezember bis Februar)

  • Kalt und trocken mit Temperaturen um 0 °C oder darunter
  • Ideal für Städtereisen ohne Touristenmassen und zum Skifahren (z. B. in Gangwon-do)
  • Schnee in den Bergen – tolle Kulisse für Winterwanderungen oder Heiße-Quellen-Besuche
  • Besonders reizvoll: Winterlichtfestivals

Beste Reisezeit

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Busan  sonnesonnesonne   sonnesonnesonne 
Daejeon  sonnesonnesonne   sonnesonnesonne 
Seoul  sonnesonnesonne   sonnesonnesonne 

Durchschnittliche Tagestemperatur

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Busan3°C5°C8°C13°C17°C20°C24°C25°C22°C17°C11°C5°C
Daejeon-2°C0°C5°C12°C17°C22°C24°C25°C20°C14°C7°C0°C
Seoul-4°C-1°C4°C11°C17°C22°C24°C25°C20°C14°C6°C-2°C

Durchschnittliche Wassertemperatur

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Busan14°C14°C14°C15°C17°C20°C24°C27°C25°C22°C19°C17°C
Seoul5°C3°C5°C9°C13°C18°C22°C25°C24°C20°C15°C9°C

Durchschnittliche Sonnenstunden/Tag

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Busan88991010898888
Daejeon679101110898876
Seoul789101010799877

Regenzeit

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Busan      regenregen    
Daejeon      regenregen    
Seoul      regenregen    
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